Solaranlagen in den Alpen
Um die ideale Positionierung einer Solaranlage zu eruieren, werden aufwendige Studien erarbeitet, und zuweilen gehen Forscher in die Alpen zum Klettern, um den idealen Ort zu finden. Messungen über Sonnenstunden können über Bau oder Nichtbau entscheiden und auch der zur Verfügung stehende Raum spielt eine wichtige Rolle. Besonders Letzterer ist auf öffentlichem Grund reichlich vorhanden, wobei viele Menschen gegenüber solchen Bauvorhaben noch immer skeptisch sind.
Aus diesem Grund ist man dazu über gegangen die Platzverhältnisse in der freien Natur zu suchen. Ein riesiger Solarkollektor wird beispielsweise in der Sahara gebaut und soll für eine ganze Stadt Strom liefern können. Aus europäischer Sicht liegt das Problem beim kostspieligen Transport der Energie, denn eine Leitung von der Wüste nach Europa zu bauen scheint im Vergleich zur sauberen Energie die erneuerbar ist, doch eher nicht umweltfreundlich. Also suchen Projektleiter der Universitäten neue, sonnenreiche Standorte, die über eine große Reflektion verfügen. Eventuell könnten sie schon bald fündig geworden sein, denn solche Anlagen lassen sich theoretisch auch im großen Umgang in den Alpen aufstellen.
Die Alpen gelten als sehr sonnenreich. Liegt in den Niederungen Nebel, so scheint darüber meistens die Sonne. Auf einer Höhe von 3.000 bis 4.000 Meter kommt dem Licht der Sonne eigentlich nur noch die hohe Bewölkung in die Quere. Vielerorts werden bis zu 300 Sonnentage gemessen, also eine sehr interessante Tatsache für den dauerhaften Betrieb einer Solaranlage. Hindernisse könnten allenfalls die Temperaturen sein. In so großer Höhe steigen die Temperaturen selten über die Nullgradgrenze, was eine hohe Belastung für das Material bedeutet. Schneestürme oder ein Stein Schlag könnten außerdem einen Sonnenkollektor vollständig zerstören. Um den geeigneten Standort zu finden, muss also darauf geachtet werden, dass die Anlagen in großer Höhe gebaut werden und vor Witterung geschützt sind. Und schon reduzieren sich die möglichen Standorte für einen Sonnenkollektor überdimensionaler Größe deutlich. Expertengruppen haben sich auf gemacht, geografische und meteorologische Entwicklungen in den Alpen im Auge zu behalten um bei Bedarf Möglichkeiten präsentieren zu können. Derzeit feilen nämlich auch Techniker daran, das geeignete Material für eine Solaranlage zu finden. Diese muss über lange Zeit wartungsfrei bleiben können und natürlich auch via Luft transportierbar sein, denn mit Sicherheit wird eine Landschaft beeinflussende Anlage eher an einem abgelegenen Berg erbaut.
Die Möglichkeiten die sich dem Menschen durch die erneuerbare Energie eröffnen, sind sehr lukrativ. Durch die Nähe zum Kunden, der den Strom konsumiert, ist auch aus ökologischer Sicht am Transportweg nichts auszusetzen. Weil durch den Bau solcher Anlagen einheimische Betriebe gefördert werden, ist auch der volkswirtschaftliche Nutzen gewährleistet. Dieser wird letztlich weiter gesteigert, weil der in rauen Mengen geförderte Strom aus den Alpen günstiger sein wird und der Konsument das gesparte Geld anderweitig ausgeben kann. Sauberer als atomarer Strom und effizienter als Wasserkraft ist eine Solaranlage allemal. |